Die Klinge des Löwen

Kurzbeschreibung zu Band 2

Nach dem hastigen Aufbruch von der Husenburg muß Dietrich sich entscheiden, welche Richtung er einschlagen soll, um mit seinen Schutzbefohlenen die Kastelburg im Elztal ungefährdet zu erreichen. Auf dem öffentlichen Weg, der direkt dorthin führt, kämen sie schnell voran. Da er jedoch befürchtet, dort in einen Hinterhalt Urbans von Geroldseck zu geraten, faßt er einen riskanten Entschluß: Er vermeidet den normalen Weg und versucht statt dessen, den verrufenen Geroldswald in einem Tagesritt zu durchqueren, obwohl man ihn während der zurückliegenden Festlichkeit auf der Husenburg vor dieser Gegend gewarnt hatte. Angeblich sollen in der schwer zugänglichen Wildnis zahlreiche Verfemte hausen. Trotzdem hofft Dietrich, mit seinen Schützlingen das gefährliche Gebiet unbehelligt zu passieren.

Als er mit seiner kleinen Schar schließlich mitten in dem unheimlichen Wald steckt, muß er erkennen, daß es unmöglich ist, ihn an einem einzigen Tag hinter sich zu bringen. Eine überraschende Begegnung mit zwei Wegelagerern zwingt ihn, seinen ursprünglichen Reiseplan zu ändern. Dietrich weiß jetzt, daß die Gefahr, einer Horde von Gesetzlosen in die Hände zu fallen, größer ist, als er dachte. Deshalb schickt er Giselbert zurück zur Husenburg, wo dieser um zusätzliche Bewaffnete als Geleitschutz bitten soll. Dietrich verschanzt sich währenddessen mit seinen Schützlingen auf einer mächtigen und schwer zugänglichen Felsformation, um dort auf Giselberts Rückkehr zu warten.

Ein anderes Problem, das den jungen Ritter mehr und mehr beschäftigt, ist das Verhältnis zu seiner Herrin Ida von Ortenburg! Immerhin leben sie während der Reise durch die Waldwildnis zwangsläufig eng zusammen. Sie sind beide jung und heißblütig, wie das bei dieser Schwarzwälder Rasse zuweilen der Fall ist. Man sollte aber meinen, da Dietrich es mit einem gefährlichen Ränkeschmied wie Urban von Geroldseck zu tun hat und der junge Recke das weiß, daß er sich gegenüber Ida zurückhalten würde. Läßt er nämlich hierbei die höfischen Sitten außer acht, dann könnte das fatale Folgen für beide zeitigen! Er ahnt allerdings nicht, daß der Geroldsecker plant, sie mit Hilfe eines ruchlosen Komplotts zu Fall zu bringen. Gelingt ihm das, so dürfte Dietrichs Mission, in der er unterwegs ist, nicht nur scheitern, sondern ein unheilvolles Ende nehmen!