Die Klinge des Löwen

Kurzbeschreibung zu Band 1

1202 herrscht im Reich seit vier Jahren Hader und Streit. Zwei Könige bekriegen sich, weil beide den Alleinanspruch auf den deutschen Herrscherthron erheben. Die Auswirkungen dieser unruhigen Zeiten bekommt auch der junge Ritter Dietrich vom Hain zu spüren. Unter dem Adel gibt es Männer, die das politische Durcheinander für ihre eigenen Absichten nutzen. Einer von ihnen ist Graf Urban von Geroldseck. Er trachtet nach der benachbarten Grafschaft, die im Besitz von Dietrichs Lehnsherrn, Max von Ortenburg, ist, und erklärt ihm unter einem fadenscheinigen Vorwand die Fehde. Dietrich, als Vasall des Grafen Max, wird unmittelbar in den Streit hineingezogen: Dieser beauftragt ihn, seine um 28 Jahre jüngere Gemahlin Ida und ihren knapp dreijährigen Sohn Bernhard zur Kastelburg im Elztal in Sicherheit zu bringen, bevor die Fehde sich entfaltet.

Die Reise gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht. Obwohl geheimgehalten, scheint der Weg, den Dietrichs unter geringer Bedeckung reitende kleine Schar nimmt, durch Verrat dem Geroldsecker bekannt geworden. Die Folgen davon bekommen die Reisenden schon bald zu spüren: Graf Urban hat zahlreiche Reisige auf sie angesetzt, um Ida und ihr Kind in seine Hand zu bekommen. Mit ihnen als Faustpfand könnte er den befehdeten Max von Ortenburg kampflos bezwingen. - Dessen ungeachtet, bahnt sich zwischen Ida und Dietrich eine Beziehung an, die sich zuweilen bedenklich den Grenzen der höfischen Regeln nähert. Damit aber würde sich der junge Recke eine Quelle fataler Probleme schaffen, die ihn in Acht und Bann, wenn nicht zu Schlimmerem, führen könnten. Über solche Konsequenzen ist er sich mehr oder weniger im klaren, aber ob das genügt, um der Versuchung zu widerstehen, bleibt fraglich.